In der Weihnachtsbäckerei – Alles für den Hund, und nichts für die Katz’

Martin Rütter, der Hundeprofi, würde mich hassen. So brutal das auch klingt, das ist vermutlich die bittere Wahrheit. Warum? Ich habe mich gestern, an meinem ersten freien Uninachmittag in die Küche gestellt und Kekse gebacken für den Hund.

Ich kann mir das sehr gut bildlich vorstellen, wie der Hundeprofi jetzt die Arme hochreißen würde, sich an die Stirn packen und dabei elegant um 180° drehen würde. Wobei seine Reaktion nicht ganz unverständlich wäre. Ich glaube, es fehlt nicht mehr viel, bis Lou so vermenschlicht ist, dass sie nachmittags am Esstisch neben mir sitzt, ihren Spekulatius in ihren Kaffee tunkt und mich dabei schräg über ihre Lesebrille anschaut. Aber solange das noch nicht so ist, kann ich auch Hundeplätzchen backen.

Das Schöne bei Hundekuchen ist, dass man sie auch hin bekommt, wenn man in der Küche eigentlich eine absolute Niete ist. Bei den Zutaten braucht man einfach immer ein bisschen was für die Konsistenz, etwas für die Flüssigkeit und etwas, was dem Hund besonders gut schmeckt. Zusammenmanschen, bei 180° C in den Ofen- tada!

Rezeptideen: Do-It-Yourself-Leckerlies für Hunde

1. Schinken-Käse-Pralinen

Ihr braucht:

(Bei diesen Keksen habe ich als Flüssigkeit noch Wasser genommen, damit sich der Teig gut verarbeiten lässt. Wasser war aber nicht ansehnlich genug fürs Bild. 😉
Und: Mengenangaben gibt es nicht, da das je nach Art des Mehl, Größe der Kartoffel, und und und, variiert. Einfach pi mal Daumen abschätzen, und ein bisschen rumexperimentieren. Als Faustformel: von der Flüssigkeit, so viel, wie von der festen Zutat.)

Das Ganze in einer zusammenfügen und mit der Hand verkneten, bis ein zusammenhängender Teig entsteht. Auf einem Brett ausrollen und kleine Kügelchen formen.

Ich hab sie bei 180° C im Ofen auf Ober-Unter-Hitze etwa 20 Minuten gebacken.

2. Thunfisch-Kugeln

Mit Thunfisch kann man ja bei Hunden meist nichts falsch machen.

Ihr braucht:

Zunächst die Eier verquirlen, dann den Thunfisch unterheben und zuletzt das Mehl in kleinen Mengen dazu rühren. Petersilie ganz zum Schluss. Sonst gibt’s ne Sauerei, lernt aus meinen Fehlern. (sah halt für’s Foto ganz gut aus.)

Same procedure wie bei den Pralinen: Ihr könnt theoretisch auch den Teig ausrollen und mit Förmchen ausstechen, aber auf meiner rechten Schulter saß beim Backen ein kleiner Hundeprofi, der mich tadelnd angesehen hat, als ich die Förmchen raus holen wollte. Dem Hund ist’s eh egal.

Bei 180° C, 20 Minuten in den Ofen, fertig!

3. Bananen-Quark-Cracker

Für den süßen Reißzahn gibt es noch eine Variante, die man genauso gut auf der Homepage von einem Fitness-Guru finden würde.

Ihr braucht:

In einer Schüssel vermischen,

den Hund schon mal naschen lassen,

(für gut befunden, also weitergebacken), Teig ausrollen, ich hab mit einem Glas runde Taler ausgestochen, um der Crackerform gerecht zu werden.

Bei 200° C für 25-30 Minuten in den Ofen, die Taler brauchen durch den Quark ein bisschen länger, (aber bitte drauf achten, dass sie nur gelb-braun und nicht verkohlt schwarz werden!).

Fotos oder Videos davon wie Lou die Kekse genüßlich isst, gibt es nicht. Lou genießt nicht. Lou schlingt. Da hätten auch Kekse in Sternform nichts dran geändert.

Das wars auch schon wieder mit weihnachtlichen Beiträgen in diesem Jahr. Aber Hundekekse kann man natürlich das ganze Jahr über backen. Nicht nur in der trubeligsten Zeit des Jahres.

In diesem Sinne wünscht das Schewe-Team allen frohe Weihnachten und besinnliche Festtage.

Auch Martin Rütter.

 

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