Aus dem Leben einer Reitbeteiligung

Zum Glück gibt es Reitbeteiligungen. Aus Sicht einer „mittellosen“ Studentin, wie mich, sind alle Pferdebesitzer, die Reitbeteiligungen für ihre Pferde haben meine persönlichen Alltagshelden. Denn es gibt viele Reiter wie mich. Die nicht die Mittel und oder die Zeit haben, um selbst ein Pferd zu halten und die trotzdem gerne regelmäßig reiten würden. Umso besser, dass es Leute gibt, die ihr Pferd gerne teilen und sich über ein bisschen Unterstützung freuen. Eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Es ist ja trotzdem nicht immer ganz einfach eine Reitbeteiligung zu finden. Am besten ist es natürlich, wenn man Freunde und Bekannte hat, die jemanden kennen und vermitteln können. Sonst gibt es ganz altmodisch auch noch den Aushang am „Schwarzen Brett“ am Stall. Oder die moderne Variante: übers Internet. Wer suchet, der findet.

Nun ist es gerade am Anfang ja alles noch neu, man kennt das Pferd noch nicht, vielleicht ist man auch an einem neuem Stall und weiß noch gar nicht so recht, wie man sich zu verhalten hat. Ein paar Grundregeln gibt es ja an jedem Stall und Hallenregeln sowieso, aber das ganze Drumherum, wie Pferd und Besitzer ticken, was man im Stall besonders beachten muss und so weiter, ist den Leuten, die schon lange am Stall sind, total eindeutig. Die neue Reitbeteiligung weiß das aber vielleicht nicht und auch wenn man vorher in Gesprächen viel klärt und erklärt, vergisst man vielleicht die ein oder andere wichtige Info, da sie einem selbst ganz selbstverständlich erscheint. Am Anfang hilft es deshalb eine Art Probezeit zu vereinbaren, in denen Reitbeteiligung und Besitzer immer zusammen am Stall sind und danach Fehler zu tolerieren, die gerade am Anfang immer wieder auftreten können. Außerdem ist eine ausführliche Absprache wie das Pferd behandelt werden soll und welche Eigenarten und Macken hat, das A und O, damit es mit der Reitbeteiligung klappt.

Das Schöne an so einer Reitbeteiligung ist ja, dass es, an den Tagen, die man so „hat“, anfühlt, als wäre es das eigene Pferd. Um hier mal Expertenwissen aus der Versicherungsbranche einzubringen: Aus Sicht der Pferdehaftpflichtversicherung ist das fast auch so. Das heißt, dass man als Reitbeteiligung von der Haftpflichtversicherung wie ein Besitzer auf Zeit behandelt wird. Und die Haftpflicht haftet nur bei Schäden an Dritten. Wenn also das Pferd nun ein Loch in meine neue Jacke reißt, wird die Haftpflicht den Schaden nicht zahlen. Eine Ausnahme gibt’s allerdings. Bei der Pferdehaftpflichtversicherung der Uelzener kann die Reitbeteiligung sowohl Sach- als auch Personenschaden geltend machen.

Normalerweise schließen auch alle Versicherungen Reitbeteiligungen kostenfrei mit ein. Im Zweifelsfall aber immer noch mal nachfragen

Mir ist aber auch klar, dass es genug Pferdebesitzer gab, die Pech hatten, mit unzuverlässigen Reitbeteiligungen sind und auch Reitbeteiligungen, die schlechte Erfahrungen mit Besitzern gemacht haben und deshalb anders über das Thema denken. Wie ist das bei euch so? Habt ihr immer Glück gehabt oder seid ihr „gebrannte Kinder“ was Reitbeteiligungen angeht?

 

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