Einzug von vier Pfoten ins Weiße Haus: die “First Pets” der USA

Der amerikanische Wahlkampf ist abermals Geschichte. Der 45. Präsident der vereinigten Staaten von Amerika ist seit dem Wochenende vereidigt und nach der Zeremonie offiziell ins Weiße Haus in Washington eingezogen. Die Welt schaut gespannt auf das, was von Donald J. Trump nun alles zu erwarten sein wird. Wir wenden den Blick auf die vierbeinigen Begleiter, die “First Pets” der Präsidenten.

Das Weiße Haus ist der Wohnsitz des amtierenden Präsidenten, seiner Familie und, ihr ahnt es, seiner tierischen Begleiter, also derjenigen Haustiere, die mit der First-Family der USA zusammenleben. Und Haustiere (bisweilen im sehr weiten Sinne) haben im Weißen Haus eine ebenso lange Tradition wie die Regenten selbst.

Schon George Washington hatte im Lauf seiner Regierungszeit reichlich Tiere im und ums Haus: 13 Hunde, 6 Pferde, 1 Esel und im Office gleich mehrere Papageien. Papageien sind häufiger dabei gewesen, der vom Präsidenten Andrew Jackson soll sogar recht laut geflucht haben (von wem es das wohl hatte?).

Selbst exotische Tiere fanden im White House eine Bleibe: über Tigerbabys (Martin Van Buren hatte diese vom Sultan des Oman geschenkt bekommen), zwei Bärenjungen (Thomas Jefferson), bis zu Alligatoren (John Quincy Adams und Herbert Hoover) waren viele Arten vertreten.

Bei manchen Präsidenten kann man eher den Eindruck haben, in einem Privatzoo gewesen zu sein als im Weltzentrum der Macht. Theodore Roosevelt fand es völlig normal, dass in seinem Haus und auf seinem Anwesen über 39 Tiere lebten, darunter zahlreiche Meerschweinchen, Pferde, jede Menge Hunde und Katzen, eine Schlange, ein Bär, ein Hausschwein, und sogar eine Ratte sowie eine Hyäne. Und dieser Hang zum Tier ist auch heute noch weithin sichtbar: Seine Scotch Terrier Hündin sitzt sogar heute noch in Stein gemeißelt neben ihm im Roosevelt Memorial in der US-Hauptstadt. Dass diese Regierungschefs geübt in permanenter Konfliktlösung im Haus und der ganzen Welt unterwegs waren, ist nun anhand der Lebensbedingungen gut nachvollziehbar. Da war immer was los.

Bei den Präsidenten der jüngsten Zeit waren die Haustiere in Auswahl und Anzahl wieder übersichtlicher und weitaus zahmer. Seit Lyndon B. Jonson sind nur noch Katzen und Hunde ins Weiße Haus eingezogen. Lediglich Jimmy Carter hatte noch einen Hamster mitgebracht (passt ja auch gut zu ihm als Erdnussfarmer). Manchmal werden die Vierbeiner zu einer regelrechten Konkurrenz für die Herrschenden. So verkaufte sich die Biografie der Hündin “Millie” besser als die des Herrchen George H. W. Bush. Dass nicht nur Familiennachfolger wie bei den Bushs Dynastien im Weißen Haus bilden können, zeigt sich am Hund von Georg W. Bush. Seine Hündin, ein English Springer Spaniel mit Namen Spot “Spotty” Fetcher, war die Tochter von Millie, der Hündin von Vater Bush, und somit der bisher einzige Hund in zweiter Generation als “First Dog” im Weißen Haus.

Barack Obama und sein Portugiesischer Wasserhund „Bo“

Am Wochenende ist die Familie Obama ausgezogen und hat seine beiden portugiesischen Wasserhunde “Bo” und “Sunny” mitgenommen. Die Trumps sind nun die neuen Mieter. Warten wir es ab, welche Tiere an ihrer Seite zu sehen sein werden. Aber warum haben die Präsidenten eigentlich immer Tiere um sich gehabt, vor allem Hunde? Vielleicht findet sich ein Hinweis in einem Zitat, das dem Präsidenten Harry S. Truman zugeschrieben wird: “Willst du einen Freund in Washington, dann hol dir einen Hund.”

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One thought on “Einzug von vier Pfoten ins Weiße Haus: die “First Pets” der USA

  1. Tierhalter gelten als freundlich, menschlich und herzlich. Durch die Tiere erwecken sie den Anschein, mit den Wählern auf Augenhöhe und somit volksnah zu sein.
    Barack Obama und Hunde … das passt einfach. Diese Herzlichkeit, die Tierfreunden nachgesagt wird, konnte man in seinem Auftreten in der Öffentlichkeit spüren.
    Trump und ein Hund? Aus irgendeinem Grund verbinde ich damit keinen angenehmen Wegbegleiter. Und die ein oder andere Rasse drängt sich direkt in meinen Kopf.
    Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass der neue Präsident der USA tatsächlich herzlich wahrgenommen werden möchte.
    Ich bin gespannt! Das Tierreich ist groß.

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